Gemeinde Bizau
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Pfarre Bizau


Die Pfarrkirche von Bizau ist dem
hl. Valentin geweiht.



Gottesdienste:

Vorabendmesse:
Samstag, 19.30 Uhr
Hauptgottesdienst:
Sonntag, 10.00 Uhr

Pfarrer:

Pfarrer Armin Fleisch
Tel. 05514/2259

Pater Simon
Tel. 05514/2256

Geschichtliche Entwicklung:

Bis tief ins zehnte Jahrhundert war der „Wald hinter Bregenz“ nahezu unbewohnt, dürfte aber schon früher als Jagd- und Weidegebiet genutzt worden sein. Seit etwa 1100 ging die Rodung und Besiedlung der Talschaft relativ zügig voran.
Die erste Pfarrkirche „hinter den Stieglen“ wurde 1284 in Ellenbogen (Reuthe) errichtet.
Reuthe wurde somit zur Mutterpfarre für Bizau, Schnepfau und Au.
Die Kirchenbesucher des Hinterwaldes hatten damals einen beschwerlichen Weg durch das vom Bizauerbach durchflossene Feld in Kauf zu nehmen, ganz zu schweigen von den Umständen, die eine Taufe oder Beerdigung bei Regen oder gar Schnee mit sich brachten.
Die Siedler von Bizau bauten 1472 eine Kapelle, in welcher der zuständige Pfarrer von Reuthe Gottesdienste feiern oder wenigstens Taufen spenden konnte. Bald darauf trachteten sie danach, eine eigene Seelsorgestelle zu erhalten.
Die weiter entfernten Orte Schnepfau und Au schafften dies schon sehr früh. Au löste sich
1390 von der Mutterkirche Reuthe, Schnepfau wurde 1497 selbständige Pfarrei, nur Bizau musste noch beinahe weitere 200 Jahre darauf warten.
Eine Abtrennung war nicht nur eine rein seelsorgliche Angelegenheit, sie bedeutete auch eine Schmälerung des Einkommens der Mutterpfarre bzw. des Pfarrers derselben. Damals bestanden die Einkünfte für den Lebensunterhalt eines Priesters zum Teil aus den zu zahlenden Gebühren bei Taufen, Hochzeiten, Begräbnissen und Jahresgottesdiensten.
Obwohl es auch in Bizau schon früh eine „Los von Reuthe“ - Bewegung gab, ließ die Mutterpfarre diese Tochter wohl nicht so schnell ziehen.
1515 kam es zur Vergrößerung der bestehenden Kapelle, im Lauf der Zeit muss die Kapelle aber erweitert worden sein. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts war sie jedenfalls so geräumig, dass bei abwechselnden Sonntagsgottesdiensten die Bewohner von Bizau und Reuthe darin Platz fanden..

1684 kam es dann zur Trennung von der Mutterkirche, Bizau wurde eigene Pfarrei.
Das Vertragswerk enthielt aber viele Unklarheiten, sodass es in den folgenden 250 Jahren immer wieder zu Reibereien gekommen war, die mitunter erst vor kirchlichen Gerichten entschieden wurden. Erst 1928 gelang es, einen Schlussstrich unter die Streitigkeiten zu setzen. Mit der damals von Bizau bezahlten Ablösesumme konnte der Friedhof in Reuthe neu angelegt und die hohe Steinmauer um den unteren Teil desselben errichtet werden.

Geschichte des Kirchenbaus:

1472
Bau der ersten Kapelle.
1515
Ausbau dieser Kapelle.
1630
Anschaffung eines Geläutes , das aus zwei Glocken bestand.
1713/14
wurde das bestehende Kirchenschiff einmal verlängert, ein neuer Hochaltar wurde angeschafft.
1759
Entstehung der großen Deckengemälde (Signatur im großen Fresko des Altarraums: L. Söff pinxit 1759)
1776
Anschaffung der ersten Kirchenuhr
1782
Weihe von drei Altären: Der Hochaltar zu Ehren des hl. Valentin
1788
Letzte Verlängerung auf die heutigen Ausmaße.
1819
Einsetzung des jetzigen Hochaltarblattes (signiert: N. Drexel)
1837
Erste Orgel: Eine Flügelorgel mit zehn Registern aus der Werkstatt des Josef Anton Kiene aus Langenargen. Das im Empirestil gehaltene Gehäuse stammt vom Bizauer Bildhauer Josef Alois Rüscher.
1852
Renovierung des großen Deckengemäldes im Kirchenschiff durch den Bezauer Kirchenmaler Wilhelm
1853
Neue Seitenaltäre aus der Hand des Bizauer Bildhauers Anton Rüscher.
1880
Vier neue Glocken der Firma Graßmayr in Feldkirch, sie „gehen“ 1916/17 für „Gott, Kaiser und Vaterland“ in den Krieg
1896
Der nordseitige Turm, früher 24,5 m hoch und mit einem Satteldach versehen, wies klaffende Risse auf. Er musste bis auf neun Meter Höhe über dem Boden abgerissen und neu errichtet werden. Er hat nun eine Höhe von 45 m. Die Sakristei, die sich im Untergeschoss des Turmes befand, wurde als Neubau an die Ostseite der Apsis verlegt.
1900
Neue Seitenaltarblätter des akad. Malers Josef Reich aus Bizau
1910
Erweiterung des Friedhofs nach Süden, wobei das Beinhaus der Spitzhacke zum Opfer fiel.
1919
Überholung der Orgel durch den Schwarzacher Orgelbauer Josef Behmann, der auch die fehlenden Pfeifen ersetzte.
1922
Drei neue Stahlglocken aus der Gießerei Böhler in Kapfenberg werden geweiht und in einen neuen Glockenstuhl aufgezogen.
1929
Neufassung der Altäre und der Kanzel durch den Schnifner Kirchenmaler Anton
Marte, Ergänzung der Vergoldungen
1963
Weihe einer neuen Orgel aus der Werkstätte des Hubert Neumann, Götzis
1983
Sanierung des Kirchturms: Erneuerung der Eindeckung und der Wasserspeier (Drachenköpfe), Vergoldung der Turmkugeln und des Wetterhahns
1989/90
Letzte umfassende Innen- und Außenrenovierung: Planung und Bauaufsicht: Diözesanbaumeister Rudolf Lampert.